Martin Mallaun – solo

„Beim Hören kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus“, sagte der bekannte Gitarrist und Radiomacher Helmut Jasbar anlässlich der Verleihung des angesehenen Ö1-Pasticcio-Preises 2006 an Martin Mallaun.

„Martin Mallaun zählt ohne Zweifel zu den vielseitigsten Künstlern, die hierzulande im Moment im Bereich der experimentellen Musik am Werken sind. Egal ob nun in der Improvisation, in der Elektronik, der barocken Lautenmusik, der alpinen Volksmusik oder der zeitgenössischen Neuen Musik, der gebürtige Tiroler ist stets auf der Suche nach neuen klanglichen und stilistischen Ausdrucksformen auf der Zither und wandelt dabei unbeirrt an den ästhetischen Schnittstellen der unterschiedlichen Spielformen entlang.“ (Music Information Center Austria, www.mica.at)

Er konzertiert in zahlreichen Ländern - von Frankreich über Israel bis Japan - und ist Gast auf internationalen Festivals (u. a. Edinburgh International Festival/UK, Münchener Biennale/D oder Klangspuren/A).

Projekte Solo

Tunings

Martin Mallaun – Diskantzither, E-Zither, Cetra Nova

Martin Mallaun beschäftigt sich in seinem neuen Soloprojekt mit einem der faszinierendsten Aspekte heutiger Musik – der Mikrotonalität - von alternativen Stimmungssystemen in zeitgenössischer Musik bis zur Mitteltönigkeit der Renaissance.

In DW 10a etwa verfremdet Bernhard Lang den Klang der E-Zither, indem er das Instrument anhand hochzahliger Teiltöne von „C“ umstimmen lässt. Langs Loop-Generator repetiert Fragmente des Gespielten, modifiziert den Klang, zerhackt ihn in kleinste Partikel.

Zwei Komponisten, die sich seit Jahren intensiv mit mikrotonaler Musik auseinandersetzen, schreiben neue Stücke für dieses Projekt. Der in New York lebende William Dougherty schichtet in seinem Werk Obertonreihen zu fantastischen Gebilden Haas’scher Prägung. Der Österreicher Marco Döttlinger beschäftigt sich neben den Möglichkeiten der Mikrotonalität vor allem mit der Integration computergestützter Verfahren im Bereich zeitgenössischer Musik.

Martin Mallaun kontrastiert diese neuen Werke mit der Lautenmusik des Renaissancemeisters John Dowland. Die Cetra Nova von Klemens Kleitsch – die weltweit erste Zither mit mitteltönigem Griffbrett – ließ er speziell für dieses Projekt entwickeln.