GREIFER
neue Musik für drei Zithern

Reinhilde Gamper (I)
Leopold Hurt (D)
Martin Mallaun (A)

Zither? Der dritte Mann? Ach ja, das war gestern - längst hat die Zither ihren fixen Platz in der aktuellen zeitgenössischen Musikszene erobert. Interpreten der jungen Generation entdeckten in den letzten Jahren den schier unerschöpflichen Klang- und Farbenreichtum dieses Instruments.

In diesem Trio-Projekt treffen drei profilierte Vertreter dieser neuen Zitherszene aufeinander und öffnen einen weiten Horizont neuer Klangerfahrungen: Reinhilde Gamper, Leopold Hurt und Martin Mallaun. Getrieben von Neugier und radikaler Experimentierlust erforschen die drei Musiker ihr Instrument auf unorthodoxe Weise. Dabei kommen neue Spieltechniken ebenso selbstverständlich zum Einsatz wie die Errungenschaften elektronischer Musik.

GREIFER

In ihrem aktuellen Programm präsentieren die drei Musiker vier höchst konträre Positionen und Herangehensweisen an dieses traditionsbeladene Instrument:

So bricht Burkhard Friedrich in den synthetischen Klangballungen von (D)evil Song das Klischee der Zither mit einem Blick über den Horizont der Neuen Musik hinein in das metal/noise-Gelände. Manuela Kerer macht mit ihrem Stück solitudine vaga tabula rasa - sie verwendet das Instrument als historisch unbelastetes und unverbrauchtes Klangspielzeug. Burkhard Stangl führt in seiner Hommage an Morton Feldman durch extreme Materialbeschränkung hinein in den überreichen Hall- und Klangraum der Zither. Zurück zu den musikalischen Wurzeln geht das Stück underground surround von Helga Pogatschar, eine gnadenlos witzige Abrechnung mit dem Mythos 3. Mann.