MARTIN MALLAUN - ZITHER

Unter den Händen von Martin Mallaun wird die Zither zum klanglich unerhört vielseitigen, ausdrucksstarken Konzertinstrument.“ (Max Nyffeler, Neue Musikzeitung, 07/2011)

Der Musiker und Biologe Martin Mallaun arbeitet erfolgreich in völlig konträren Bereichen: zum einen untersucht er als Botaniker die Auswirkungen des Klimawandels im Hochgebirge. Zum anderen beschäftigt er sich als Zitherspieler mit einem breiten Spektrum an Musikstilen – von zeitgenössischer Musik über Volksmusik bis hin zu europäischer Lautenmusik.

1975 in Kitzbühel/Tirol geboren, studierte er Konzertfach Zither am Tiroler Landeskonservatorium bei Harald Oberlechner und Botanik an der Universität Innsbruck. Während und nach seinen Studien besuchte er Workshops im Bereich der historischen Aufführungspraxis (Hopkinson Smith, Rolf Lislevand, Jürgen Hübscher) und der zeitgenössischen Musik/Improvisation. Prägend für seine musikalische Entwicklung waren private Studien beim Lautenisten Hubert Hoffmann in Wien.

„Martin Mallaun zählt ohne Zweifel zu den vielseitigsten Künstlern, die hierzulande im Moment im Bereich der experimentellen Musik am Werken sind. Egal ob nun in der Improvisation, in der Elektronik, der barocken Lautenmusik, der alpinen Volkmusik oder der zeitgenössischen Neuen Musik, der gebürtige Tiroler ist stets auf der Suche nach neuen klanglichen und stilistischen Ausdrucksformen auf der Zither und wandelt dabei unbeirrt an den ästhetischen Schnittstellen der unterschiedlichen Spielformen entlang (music information center austria, www.mica.at).“ Neben der Zusammenarbeit mit diversen Musikern, Schauspielern und Schriftstellern begründete er zahlreiche eigene Projekte. Er erhielt Engagements als Solist beim National Royal Scottish Orchestra, Orchestre National des Pays de la Loire und dem Orchestre de Picardie.

Im Jahr 2004 war Martin Mallaun Preisträger beim 1. Volkmann-Preis (München), dem ersten internationalen Wettbewerb für Zither, in dessen Jury er 2008 berufen wurde. Für sein Solo-Debut „zwischen steinen“ wurde er 2005 mit dem Pasticcio-Preis von Radio Ö1 ausgezeichnet. 2010 erschien seine CD „OMONÉRO“ mit zeitgenössischer Musik für Zither Solo. In den Jahren 2012/13 ist Martin Mallaun Stipendiat des österreichischen Außenministeriums im Programm NASOM (New Austrian Sound of Music).

Martin Mallaun arbeitet derzeit als frei schaffender Musiker und als Musiklehrer im Tiroler Musikschulwerk. Er konzertiert in zahlreichen Ländern - von Frankreich über Tschechien bis Japan - und ist Gast auf internationalen Festivals (u. a. Edinburgh International Festival/UK, Münchener Biennale/D oder Klangspuren/A). Seit 2001 ist er zudem Mitarbeiter im Forschungsprojekt GLORIA, das die Auswirkungen des Klimawandels auf die Vegetation alpiner Ökosysteme untersucht (www.gloria.ac.at).